Im Umbau
März 31, 2018
alle anzeigen

Dass nach über zwei Jahren wieder Leben im Predigerhof einzieht, war für alle ersichtlich, die in den letzten paar Wochen an diesem Traditionsort vorbeigekommen sind. Nachdem vor ein paar Monaten eine Gruppe um Barbara Buser eine Gesellschaft gegründet hat, um diesen Ort wieder zu beleben, ist jetzt auch klar, wer in Zukunft für die gastronomische Handschrift verantwortlich sein wird.

Überzeugt hat die Verantwortlichen das Trio Christine Krieg, Janis Wicki und Tom Wiederkehr. Mindestens für gastronomisch Interessierte aus dem Gundeli-Quartier dürften diese drei Namen nicht unbekannt sein. Krieg und Wicki haben viele Jahre zusammen im Restaurant Viertel-Kreis gearbeitet: Er als Chef in der Küche und sie als allseits beliebte Chefin im Service, wo sie die Gastgeber unterstützte und vertrat. Tom Wiederkehr wiederum beschäftigt sich als Blogger und Kolumnist seit vielen Jahren mit Genuss und alten Rezepten, und hat sich als einer der Mitgründer der Spezerei am Tellplatz 3 die ersten gastronomischen Sporen abverdient. Dort arbeitete er auch mit Christine Krieg zusammen.

Dementsprechend werden auch ihre Rollen im Restaurant des Predigerhofs sein: Janis Wicki ist der Meister am Herd, Christine Krieg ist Fulltime-Gastgeberin und Tom Wiederkehr weibelt für einmalige Produkte, Weine und Lieferanten und wird dazwischen sicher immer wieder im Gasthof als Gastgeber anzutreffen sein.

Die Drei wollen sich voll und ganz der regionalen Küche widmen und dabei, wenn immer möglich, Produkte aus der unmittelbaren Umgebung nutzen. Dass sie dabei immer das ganze Tier und die ganze Pflanze, also von Kopf bis Schwanz und von Wurzel bis Blatt, nutzen wollen, ist für die drei nicht ein Marketing-Gag, sondern eine Herzensangelegenheit.

Den Gasthof eröffnen sie am Wochenende vom 26. und 27. Mai. Von da an wird von Mittwoch bis Sonntag auf dem Predigerhof gewirtet. Über Mittag sollen zwei täglich wechselnde Menüs und ein Geschäftsherren-Z’Mittag die Gäste anlocken. Abends gibt es – abhängig davon, was die Bauern und der Metzger geliefert haben – ein paar ausgewählte Gerichte, welche einzeln oder zu einem Menü kombiniert bestellt werden können. Am Sonntag wollen die drei die Tradition des Sonntagsbratens wieder aufleben lassen.

Der Predigerhof ist an schönen Wochenenden vor allem auch eine Ausflugsbeiz. Für Familien mit Kind, Hund und Kegel wird im grossen Garten hinter dem Haus gesorgt sein: im alten Geräteschuppen, welcher zur Buvette umgebaut ist, werden gemischte Plättli, Grilladen, Kuchen und hausgemachte Sirups angeboten.

Der Predigerhof liegt im Naherholungsgebiet zwischen Bruderholz und Reinach/Münchenstein, welches von vielen Spaziergängern und Velofahrern genutzt wird. Es gibt zwar rund 20 Parkplätze, aber das Beizerteam schwärmt davon, wie schön der Spaziergang zur Beiz ist, und hofft, dass sich viele Gäste von der Landschaft mit Sicht auf die Stadt und den Schwarzwald begeistern lassen. Für Gruppen oder am Wochenende soll auch ein Shuttle-Service zurück in die Stadt organisiert werden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

//]]>